Inoffizielles sidux-Blog

Dienstag, 23. März 2010

Was tun, wenn KWin abstürzt?

Filed under: sidux — zulu9 @ 2:33
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Ab und zu stürzt mir der KDE-Fenstermanager KWin ab. Die Folge ist, dass alle Fenster ihre Ränder verlieren und die Arbeitsfläche weder auf Mausklicks, noch auf Tastatureingaben reagiert. In dem Fall habe ich bisher den X-Server gewaltsam beendet. Dabei verliert man allerdings den Inhalt aller Fenster inkl. aller Dateien, die noch nicht gespeichert wurden.
Oft kann man aber noch in drei einfachen Schritten auf ein TTY wechseln und von dort KWin neustarten. 🙂

So bekommt man KWin wieder, ohne die momentane X-Sitzung beenden zu müssen:

  1. Wechsel zu TTY1:
    STRG+ALT+F1 drücken
  2. Als normaler User einloggen und folgendes eingeben:
    DISPLAY=:0 kwin
  3. Wechsel zurück zur X-Sitzung:
    ALT+F7 drücken

Jetzt sollte KWin wieder gestartet sein und die Arbeitsfläche sich wieder normal bedienen lassen.

Mit dieser Methode kann man übrigens jedes Programm von einem TTY aus in einer X-Sitzung starten. Man muss nur als der User angemeldet sein, unter dem auch die X-Sitzung läuft.
Es sollte mit anderen Fenstermanagern also ebenfalls funktionieren.

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Montag, 18. Januar 2010

Fotowall

Filed under: sidux — zulu9 @ 3:34
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Fotowall ist eine nette Anwendung um hübsche Poster, Hintergrundbilder, CD-Cover, DVD-Hüllen und ähnliche Dinge zu erstellen. Dabei kann man eigene Dateien, Bilder von Flickr oder Google, Texte und benutzen. Dazu gibt es eine große Anzahl an Effekten und Funktionen zum Anordnen der Elemente. Die Oberfläche ist sehr intuitiv und benutzerfreundlich. Dieser Screencast von „Ubuntianer“ zeigt die Funktionen von Fotowall recht gut. Am besten schaut man sich das Video im Vollbildmodus (und ohne Ton) an. Die Version 0.9 ist in Debian/Unstable verfügbar und über apt-get installierbar.

apt-get update && apt-get install fotowall

Samstag, 16. Januar 2010

KDE 4: Vorschaubilder für Videos in Dolphin

In KDE3 hatte man schöne Vorschaubilder für Videodateien (z.b. in Konqueror). Dies ging lange Zeit in KDE 4 mit Dolphin nicht. Seit einiger Zeit ist es aber mit etwas Konfigurationsaufwand möglich KDE 4 und damit auch Dolphin in Debian dazu zu bringen Vorschaubilder für Videos zu erzeugen.

So gehts:
Als erstes installiert man das Paket mplayerthumbs (als root-Benutzer in einem Terminal):
apt-get update && apt-get install mplayerthumbs

Jetzt startet man (als normaler Benutzer) das Programm mit „mplayerthumbsconfig“

mplayerthumbsconfig screenshot

mplayerthumbsconfig

Dort muss man als als Backend „MPlayer“ einstellen. Die Einstellung für die „Filmstreifen“ ist Geschmackssache und hat nur dekorative Auswirkungen.

In den Einstellungen von Dolphin (Einstellungen -> Dolphin einrichten) kann man jetzt unter Allgemein -> Vorschauen die Vorschau für Videodateien aktivieren.

dolphin configuration for preview icons

Einstellungen in Dolphin

Und so sieht es dann aus:

dolhpin videothumbs for folder icon

Dolphin Videothumbnails #1

dolhpin videothumbs

Dolphin Videothumbnails #2

Die Vorschaubilder werden nicht nur in Dolphin benutzt. Auch auf der Arbeitsfläche und den Dateidialogen werden sie (falls dort jeweils aktiviert) verwendet.

Sonntag, 23. August 2009

Deutsche Sprachausgabe in KDE 4

Sprachausgabe in KDE ist schon lange möglich, war aber für Deutsch immer relativ kompliziert einzurichten. Dies liegt vor allem daran, dass einige benötigte Komponenten unter recht merkwürdigen und restriktiven Lizenzen stehen. Das hat sich leider auch mit KDE 4 nicht geändert. Etwas leichter als damals ist die Installation allerdings schon geworden, da MBROLA und zwei deutsche Stimmen jetzt im non-free Repository von Debian sind.

Achtung: Zur Zeit wohl von Bugs gebissen
Die Synthese bricht leider immer nach einigen Silben oder Wörtern ab. Den Grund dafür habe ich noch nicht gefunden. Das Problem trat, wenn ich mich richtig erinnere, mit KDE 4.2 noch nicht auf. In diesem Zustand ist das Ganze natürlich ziemlich unbrauchbar. Trotzdem habe ich hier schon mal alle nötigen Schritte zusammengestellt und Screenshots gemacht. Eventuell findet ja jemand raus, wieso es nicht mehr als ein paar Silben bzw. Wörter am Stück reden will.

Und so geht’s:

Als erstes die nötigen Pakete installieren. (Achtung: MBROLA und die Stimmen sind in contrib / non-free).
apt-get update && apt-get install kttsd kmouth mbrola mbrola-de6 mbrola-de7

Jetzt brauchen wir noch TXT2PHO, welches leider nicht über Apt zu installieren ist.
Von dieser Seite die Datei txt2pho.zip runterladen und dann als root-Benutzer folgendermaßen installieren:
unzip -d /usr/share/ txt2pho.zip
chmod +x /usr/share/txt2pho/txt2pho
cp /usr/share/txt2pho/txt2phorc /etc/txt2pho

Jetzt müssen in der Datei /etc/txt2pho folgende Pfade angepasst werden.
DATAPATH=/usr/share/txt2pho/data/
INVPATH=/usr/share/txt2pho/data/

Das geht z.B. mit mcedit in der Konsole sehr einfach.
mcedit /etc/txt2pho

Die markierten Zeilen wurden angepasst

Die markierten Zeilen wurden angepasst

Jetzt kann man in den Systemeinstellungen unter Zugangshilfen die Sprachausgabe einrichten.

Systemeisntellungen -> Zuganshilfen

Systemeinstellungen -> Zugangshilfen

Sprecher -> Hinzufügen

Sprecher -> Hinzufügen

Einstellungen für den Sprecher

Sprache und Synthesizer wählen

Im Konfigurationsdialog für den Sprecher müssen dann die Pfade zu MBROLA, TXT2PHO und den Stimmen eingetragen werden (KTTS findet einiges davon automatisch).
txt2pho-Programmdatei /usr/share/txt2pho/txt2pho
Mbrola-Programmdatei /usr/bin/mbrola
Die Stimmen für MBROLA liegen in /usr/share/mbrola/voices/ (de6 für eine männliche und de7 für eine weibliche Stimme).

Sprecherkonfiguration

Sprecherkonfiguration

Zur Zeit gibt es einen Bug, der dazu führt, dass KTTSD mitten in der Ausgabe abbricht. In den meisten Fällen hilft es, als Audio-Ausgabe für KTTSD von Phonon auf ALSA umzustellen.

Audio-Ausgabe auf ALSA umstellen

Audio-Ausgabe auf ALSA umstellen

Jetzt kann man KTTSD aktivieren.

Sprachausgabe aktivieren

Sprachausgabe aktivieren

Dann noch mit OK bestätigen und die Sprachausgabe sollte (sollte! 😉 ) laufen.

Ein einfacher Weg zu testen, ob alles klappt ist KTTSD direkt über D-Bus anzusprechen:
qdbus org.kde.kttsd "/KSpeech" say "Hier spricht dein Computer" 0
Wenn man was hört, hat es geklappt.

KMouth ist eine einfache GUI, die eingegeben Text vorliest.

KMouth bei der Arbeit

KMouth bei der Arbeit

KTTSMgr bringt einem ein Icon im Systemabschnitt des Panels für leichten Zugang zu den Einstellungen und der Möglichkeit den Inhalt der Zwischenablage vorzulesen.

KTTSMgr Icon

KTTSMgr Icon

Montag, 3. August 2009

Backup – aber wie?

Filed under: sidux — xadras @ 21:11
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Wie heißt es so schön: Es gibt zwei Arten von Computer-Benutzern, diejenigen die schon mal Daten verloren haben und diejenigen die es noch werden.

Unten den vielen verschiedenen Lösungen für Backups ist gar nicht so einfach die diejenige zu finden, die den eigenen Ansprüchen genügt und gleichzeitig auch bezahlbar ist. Da ich mit meiner eigentlich ganz zufrieden bin, möchte ich Euch diese kurze Vorstellen.

Hardware

Als Hardware habe ich mich für ein Synology Disk Station 107e mit einer 500 GB Festplatte entschieden. Es handelt sich dabei um einen NAS, also um einen Festplatte die man direkt in das Netzwerk hängen kann. Dies hat den Vorteil zu einer externen Festplatte, dass alle Computer im eignen Netzwerk auf diesen ihren Backup machen können, ohne das man irgendwelche Geräte rumtragen muss. Wer hier noch ein wenig mehr Geld investieren will, kann auch ein Gerät mit zwei Festplatten kaufen, die man dann im Raid betreiben kann.

Synology-Disk-Station-DS107e-SATA-NAS-Server.138x138

Inbetriebnahme des NFS Servers

Das Gerät ist ein echter Alleskönner.Vom lokalen Webserver bis hin zum I-Tunes Musikserver bietet das Gerät verschiedenste Anwendungsmöglichkeiten. Auf die Festplatten kann man mittels Samba, Apples Shares, FTP und für uns von Bedeutung NFS zugreifen. Die NFS Freigaben lassen sich im bequem im Webinterface einrichten. Dazu muss man zunächst im Menupunkt Gemeinsame Dateien->NFS „NFS aktivieren“ anklicken und danach noch unter Berechtigungen->Gemeinsame Ordner->NFS Berechtigungen die eigene IP freigeben.

Einbinden des NFS Shares

Damit man nun auf die NFS Freigabe des NAS zugreifen kann, muss zunächst das Paket nfs-common installiert werden:

su
apt-get install nfs-common

Danach müssen noch die NFS Dienste gestartet werden:

/etc/init.d/portmap start
/etc/init.d/nfs-common start

Mit den folgenden Befehlen werden diese auch automatisch nach jedem Hochfahren gestartet

update-rc.d portmap start
update-rc.d nfs-common start

Jetzt kann man die Freigabe in /etc/fstab eintragen. Die Zeile sollte so aussehen:

IP_DES_SERVERS:/volume1/PFAD /media/nfs nfs defaults 0 0

Konkret könnte das wie folgt aussehen:

192.168.0.10:/volume1/meineFragabe /media/nfs nfs defaults 0 0

Danach kann man die Freigabe einbinden:

su
mkdir -p /media/nfs
mount -a

Synchronisieren der Daten

Das Synchronisieren habe ich mittels Rsync realisiert. Mit LuckyBackup gibt es dafür auch sehr gelungenes graphisches Benutzerinterface. Das Paket befindet sich im Debian Repository.

su
apt-get install luckybackup

LuckBackup

Fazit

Wie bereits gesagt bin ich ganz zufrieden mit der Lösung. Einzige Wehrmutstropfen sind die etwas zu lauten Lüfter (ich denke ich werde diese noch austauschen) und der etwas hohe Anschaffungspreis von ungefähr 200 Euro. Dafür bekommt man allerdings einen wirklichen tollen NAS und eine gute gute Backupmöglichkeit für das ganze Netzwerk.

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