Inoffizielles sidux-Blog

Montag, 3. August 2009

Backup – aber wie?

Filed under: sidux — xadras @ 21:11
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Wie heißt es so schön: Es gibt zwei Arten von Computer-Benutzern, diejenigen die schon mal Daten verloren haben und diejenigen die es noch werden.

Unten den vielen verschiedenen Lösungen für Backups ist gar nicht so einfach die diejenige zu finden, die den eigenen Ansprüchen genügt und gleichzeitig auch bezahlbar ist. Da ich mit meiner eigentlich ganz zufrieden bin, möchte ich Euch diese kurze Vorstellen.

Hardware

Als Hardware habe ich mich für ein Synology Disk Station 107e mit einer 500 GB Festplatte entschieden. Es handelt sich dabei um einen NAS, also um einen Festplatte die man direkt in das Netzwerk hängen kann. Dies hat den Vorteil zu einer externen Festplatte, dass alle Computer im eignen Netzwerk auf diesen ihren Backup machen können, ohne das man irgendwelche Geräte rumtragen muss. Wer hier noch ein wenig mehr Geld investieren will, kann auch ein Gerät mit zwei Festplatten kaufen, die man dann im Raid betreiben kann.

Synology-Disk-Station-DS107e-SATA-NAS-Server.138x138

Inbetriebnahme des NFS Servers

Das Gerät ist ein echter Alleskönner.Vom lokalen Webserver bis hin zum I-Tunes Musikserver bietet das Gerät verschiedenste Anwendungsmöglichkeiten. Auf die Festplatten kann man mittels Samba, Apples Shares, FTP und für uns von Bedeutung NFS zugreifen. Die NFS Freigaben lassen sich im bequem im Webinterface einrichten. Dazu muss man zunächst im Menupunkt Gemeinsame Dateien->NFS „NFS aktivieren“ anklicken und danach noch unter Berechtigungen->Gemeinsame Ordner->NFS Berechtigungen die eigene IP freigeben.

Einbinden des NFS Shares

Damit man nun auf die NFS Freigabe des NAS zugreifen kann, muss zunächst das Paket nfs-common installiert werden:

su
apt-get install nfs-common

Danach müssen noch die NFS Dienste gestartet werden:

/etc/init.d/portmap start
/etc/init.d/nfs-common start

Mit den folgenden Befehlen werden diese auch automatisch nach jedem Hochfahren gestartet

update-rc.d portmap start
update-rc.d nfs-common start

Jetzt kann man die Freigabe in /etc/fstab eintragen. Die Zeile sollte so aussehen:

IP_DES_SERVERS:/volume1/PFAD /media/nfs nfs defaults 0 0

Konkret könnte das wie folgt aussehen:

192.168.0.10:/volume1/meineFragabe /media/nfs nfs defaults 0 0

Danach kann man die Freigabe einbinden:

su
mkdir -p /media/nfs
mount -a

Synchronisieren der Daten

Das Synchronisieren habe ich mittels Rsync realisiert. Mit LuckyBackup gibt es dafür auch sehr gelungenes graphisches Benutzerinterface. Das Paket befindet sich im Debian Repository.

su
apt-get install luckybackup

LuckBackup

Fazit

Wie bereits gesagt bin ich ganz zufrieden mit der Lösung. Einzige Wehrmutstropfen sind die etwas zu lauten Lüfter (ich denke ich werde diese noch austauschen) und der etwas hohe Anschaffungspreis von ungefähr 200 Euro. Dafür bekommt man allerdings einen wirklichen tollen NAS und eine gute gute Backupmöglichkeit für das ganze Netzwerk.

3 Kommentare »

  1. Danke für diesen Artikel…
    Hast Du schon einmal versucht, das Backup ohne NFS, also direkt über Rsync (hier luckybackup) auf die Disk Station zu sichern?
    Da beiße ich mir gerade die Zähne dran aus.

    Kommentar von flupsi — Sonntag, 9. August 2009 @ 11:54 | Antworten

  2. Ich suche derzeit nach einer NAS-Lösung und habe schließlich auch das Datenblatt des 107e gefunden. Offensichtlich gehört das Gerät nicht mehr zur aktuellen Produktreihe von Synology. Das ist aber nicht so wichtig. Im Datenblatt findet sich jedoch keinerlei Hinweis auf NFS, sondern nur CIFS, AFP und FTP.
    Setzt du den 107e nur für backup oder auch als mountbares Laufwerk für mehrere Rechner unter NFS ein?

    Kommentar von oduffo — Sonntag, 9. August 2009 @ 21:57 | Antworten

  3. […] inofizielles sidux blog diskstation207+, nfs, sidux Efterlad en kommentar […]

    Pingback von sidux, synology diskstation 207+ og nfs - Blog R — Freitag, 18. Juni 2010 @ 21:33 | Antworten


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